Musik-imaginative Schmerzbehandlung

Die Musik-imaginative Schmerzbehandlung ist ein musiktherapeutisches Kurzzeitangebot. Diese Form der Behandlung richtet sich an Menschen, die an chronischen Schmerzen somatischer sowie psychosomatischer Ursache leiden. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Schmerz vom Menschen ganz unterschiedlich wahrgenommen wird - je nach persönlicher Vorerfahrung, aktueller Situation sowie Bewusstseinszustand. Schmerzen sind höchst individuell und oft nur schwer mit Worten zu beschreiben. Häufig führen chronische Schmerzen  zu einem Gefühl der Machtlosigkeit, des "Ausgeliefert-Seins" und der Einsamkeit. Die Musik-imaginative Schmerzbehandlung ermöglicht es, den Schmerz hörbar zu machen und damit "mit-zu-teilen". Zudem eignet sich diese Form der Behandlung dazu, durch gezielte Imaginationen den Prozess  von Schmerz-Linderung angestoßen.

 

Ziel der Behandlung ist eine Veränderung der Schmerzwahrnehmung und eine positive Beeinflussung des Schmerzgedächtnisses. Mitunter hilft die Behandlung auch dabei, den eigenen körperlichen Schmerz in komplexeren Lebenszusammenhängen zu sehen.

 

Wie läuft eine Behandlung ab:

 

Die Behandlung dauert etwa 3 bis 6 therapeutische Sitzungen

  • ·        Zunächst klären wir in einem Vorgespräch Ihre Wünsche, Ziele sowie den Ablauf der Behandlung.
  • ·        In einem Schmerzinterview nehmen wir uns Zeit, ihren Schmerz und Ihre Vorstellung von Linderung zu erkunden. Gemeinsam suchen wir nach Klängen, die ihrem Schmerz in seiner Qualität und Intensität möglichst nahe kommen. Unter Ihrer Anleitung wird der Schmerz „verklanglicht“ und dabei „mit-geteilt“. Sie entscheiden dabei, was für Sie stimmig klingt.
  • ·      Nach dem Schmerz-Ausdruck folgt die Imagination von Linderung. Welche Klänge begünstigen für Sie das Gefühl von Linderung? Wieder entscheiden Sie, was für Sie stimmig ist. Ich begleite bzw. berate dabei.
  • ·        Die beiden Musik-Teile werden direkt hintereinander gespielt. Sie können mir dabei Anweisungen geben und ich spiele für Sie die Musik. Zunächst die Musik für den Schmerz und gleich anschließend die Musik für die Linderung.
  • ·        Abschließend folgt ein reflektierendes Nachgespräch.

 

                                                Es sind keine musikalische Vorerfahrungen notwendig!